Bei einem Zusammenstoß zwischen einer Straßenbahn und einem Bus im nordrhein-westfälischen Oberhausen sind am Donnerstag 30 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr erlitt ein Mensch schwerste Verletzungen, zwölf weitere wurden mit mittelschweren Verletzungen ebenfalls in Krankenhäuser gebracht. Außerdem kamen 17 leicht verletzte Betroffene in Kliniken.

Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei ereignete sich der Zusammenstoß am Vormittag auf einer Straßenbahntrasse. Nähere Angaben zum Ablauf und der möglichen Ursache gab es zunächst nicht. Die Feuerwehr zog nach eigenen Angaben ein Großaufgebot an Rettungskräften auch aus umliegenden Städten wie Essen und Duisburg zusammen. Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz, ebenso psychologisch geschulte Hilfskräfte der Notfallseelsorge.

Der Unfall ereignete sich gegen 10.50 Uhr an der Auffahrt einer Hochtrasse für Busse und Straßenbahnen, die am Unfallort nahe der Station Olgapark etwa zehn Meter über der Fahrbahn für den übrigen Verkehr liegt. Beide Fahrzeuge seien gut mit Fahrgästen besetzt gewesen, sagte eine Sprecherin der Oberhausener Stadtwerke STOAG.

Die vielbefahrene Trasse musste zur Unfallaufnahme gesperrt werden. Die Sperrung sollte bis zum Abend anhalten. Bus und Straßenbahn waren nach dem Unfall ineinander verkeilt und mussten vorsichtig gelöst und von der Strecke geholt werden.

Wie es zu dem Zusammenprall kam, werde sorgfältig geprüft, sagte die STOAG-Sprecherin. Dazu sei ein Sachverständiger vor Ort. Der Bus sei aufgefahren und mit der heranfahrenden Straßenbahn kollidiert. Die Vorfahrt werde an der Auffahrt mit Lichtsignalanlagen geregelt. Bus- und Straßenbahnfahrer seien unverletzt geblieben, sagten die STOAG-Sprecherin und ihre Kollegin bei der Essener Ruhrbahn, für die die Straßenbahn unterwegs war.