Aus einer spaßigen Wasserschlacht wurde blutiger Ernst. 100 Menschen schlugen und prügelten im Sommerbad am Insulaner im Berliner Bezirk Steglitz aufeinander ein. Es gab mehrere Verletzte, die Polizei ermittelt wegen besonders schwerem Landfriedensbruch sowie gefährlicher Körperverletzung. Für Rainer Wendt, den Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, ist es in Unding, dass die Polizei sich nun mit der Schwimmbad-Randale beschäftigen muss.

Wendt sagte der Bild-Zeitung, es sei „Aufgabe des Veranstalters, Personenkontrollen vorzunehmen und auch zu steuern und notfalls zu begrenzen“.  Wendt weiter: „Jeder Diskotheken-Besitzer, der einen ordentlichen Türsteher hat, kann dafür sorgen, dass solches Klientel nicht reingelassen wird. Da kann nicht immer die Polizei kommen.“

Die Polizei sei, so der Gewerkschafts-Boss, „eine Strafverfolgungsbehörde und kein Bademeister-Club. Wir können nicht in allen Schwimmbad mit Hundertschaften präsent sein“.

Zudem scheue die Politik „die Debatte um die Täter-Klientel, die wir hier auch ganz offensichtlich sehen“. Es seien „junge Männer, nicht alle, aber die meisten mit einem Migrationshintergrund, die ganz offensichtlich diesen öffentlichen Raum für sich beanspruchen“.