Das SEK der Berliner Polizei hat die Wohnung von Paul Brandenburg durchsucht und  Datenträger, andere Beweismittel sowie Schusswaffen beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Arzt und Publizist Paul Brandenburg wurde in der Corona-Pandemie bekannt, weil er die Maßnahmen scharf kritisiert. Er trat in mehreren alternativen Medien auf und soll die „Querdenker“-Szene unterstützen.

Wie mehrere Medien berichten, fand die Polizei-Razzia bereits am Montag statt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden die Waffen nun näher untersucht, etwa ob sie beschussfähig und brauchbar sind. Ebenso werde geprüft, ob Brandenburg Waffen besitzen durfte und welche, sagte die Sprecherin dem Tagesspiegel. Der Arzt teilt auf Telegram mit: „Die Aussage der Staatsanwaltschaft bedarf der Einordnung, dass ich seit vielen Jahren Sportschütze und Jäger bin. Sämtliche Waffen hatte ich legal in meinem Besitz; keine war eine sogenannte Kriegswaffe.“

Razzia in Berlin: Paul Brandenburg im Visier der Staatsanwaltschaft

Brandenburgs Twitter-Account soll bereits gesperrt sein. Wie der Tagesspiegel weiter schreibt, soll Brandenburg in einem Video-Interview über die SEK-Razzia am Montag gesprochen haben. In den Kommentaren unter dem Interview mit Brandenburg finden sich fast ausschließlich Solidaritätsbekundungen mit dem Mediziner, schreibt die Zeitung. Die SEK-Beamten werden in den Kommentaren wahlweise als „Stasi“ oder „Gestapo“ beschimpft.

Hinweis: In einer früheren Version des Textes schrieben wir zunächst, dass während des Video-Interviews mit Paul Brandenburg SEK-Beamte angeblich mit der Stasi und der Gestapo verglichen wurden. Richtig ist aber, dass diese Vergleiche ausschließlich in den User-Kommentaren unter dem Video aufgetaucht sein sollen. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.