Seltene Bürstenschwanz-Felskängurus entdeckt

Wegen des Verlusts ihres natürlichen Lebensraums wird die seltene Känguru-Art als „gefährdet“ eingestuft. Umso größer war die Freude bei Artenschützern, als ...

HANDOUT - Bürstenschwanz-Felskängurus (Petrogale penicillata) im Mongo Valley Wildlife Sanctuary.
HANDOUT - Bürstenschwanz-Felskängurus (Petrogale penicillata) im Mongo Valley Wildlife Sanctuary.-/Aussie Ark/dpa

Sydney-Artenschützer in Australien haben in einem Tierschutzgebiet eine Gruppe seltener Bürstenschwanz-Felskängurus entdeckt. „Wir hüpfen vor Freude“, teilte die Organisation „Aussie Ark“ mit.

Die Beuteltiere werden vor allem wegen des Verlusts ihres natürlichen Lebensraums mittlerweile von der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Laut Aussie Ark gibt es weniger als 30.000 Exemplare in freier Wildbahn. „Einige Populationen sind auf nur zehn Tiere reduziert, die leicht Opfer von Raubtieren und Buschfeuern werden können“, hieß es.

Die Bürstenschwanz-Felskängurus (Petrogale penicillata) wurden im Mongo Valley Wildlife Sanctuary im Nordosten des Bundesstaates New South Wales entdeckt. „Wir hatten eine Ahnung, dass es dort welche geben könnte“, sagte Dean Reid, Einsatzleiter von Aussie Ark. „Es gibt einen großen felsigen Steilhang, der durch das Mongo Valley Wildlife Sanctuary verläuft.“ Dies sei ein ideales Zuhause für die Tiere. Jedoch habe man sich keine großen Hoffnungen gemacht, da die Art so selten und schwer auffindbar sei.

Bürstenschwanz-Felskängurus werden bis zu 60 Zentimeter groß, haben einen langen Schwanz und eine rotbraune Farbe. Sie sind flink, meist nachtaktiv und haben große Angst vor Menschen.

Die Tierschützer stellten Kamerafallen mit Infrarotsensoren an einer Böschung auf. Als sie das Filmmaterial nach einigen Wochen sichteten, kam es zur freudigen Überraschung. „Wir waren wie Kinder, als wir uns die Aufnahmen angesehen haben“, sagte Reid. Aussie Ark betreibt zusammen mit Partnern der Organisation ein Zuchtprogramm für die kleinen, muskulösen Tiere in einem anderen Schutzgebiet. Nun eine Population in freier Wildbahn zu finden, sei „ein riesiges Geschenk“.