Berlin - Zur Unterstützung von obdachlosen Menschen in den Wintermonaten der Corona-Pandemie stockt der Berliner Senat die Hilfskapazitäten auf. Zusätzlich zu den rund tausend Notübernachtungsplätzen der Kältehilfe würden mehr Übernachtungsangebote und Aufenthaltsorte für kalte Tage geschaffen, erklärte die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales am Mittwoch. Gäste und Mitarbeiter der Einrichtungen sollen sich demnach Corona-Schnelltests unterziehen.

Demnach können Wohnsitzlose die Kältehilfeeinrichtungen nun auch tagsüber nutzen, weil viele gängige Aufenthaltsorte für Obdachlose aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr zugänglich sind. Auch eine Einrichtung nur für Frauen und Familien steht zur Verfügung. Die Beherbergungsangebote sind vorerst bis zum 30. April 2021 geplant.

Gäste der Kältehilfe sollen täglich getestet werden

Ab dem 15. Dezember werden außerdem täglich 450 warme Mahlzeiten und Lunchpakete verteilt, das Angebot ist finanziert bis März. Auch ein Gastronomiebetrieb in Berlin-Mitte soll tagsüber für bis zu 150 Gäste geöffnet werden. Um Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, ist der Betrieb in verschiedenen Zeitfenstern mit festgelegten Besucherzahlen geregelt. Weitere Projekte sind laut Senat geplant, geeignete Einrichtungen werden demnach geprüft.

Teil der Strategie sind auch durchschnittlich 46.500 Corona-Schnelltests von November bis März. Ziel sei es, die Gäste der Kältehilfe täglich und die Mitarbeiter einmal die Woche zu testen.