BerlinDie Corona-Krise trifft auch die Fashion-Branche. Insbesondere kleine, unabhängige Modelabels haben mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Der Senat will nun Abhilfe schaffen. 

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sagte: „Gemeinsam mit der Investitionsbank Berlin, dem Fashion Council Germany sowie dem Verein Berliner Designer haben wir ein Darlehensprogramm zur Vorfinanzierung der Kollektionen entwickelt und die Rahmenbedingungen der Darlehen an die Bedarfe angepasst.“

Antragsberechtigt seien kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Berlin, die vor dem 1. Januar 2019 gegründet wurden, teilte Dr. Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB, mit.

Die Modelabels müssen durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sein sowie einen coronabedingten Liquiditätsengpass durch Umsatzrückgang in Höhe von mindestens 20 Prozent in den Monaten März bis August im Vergleich zum Vorjahres­zeitraum (März bis August 2019) vorweisen können. 

1,5 Millionen Euro zinslose Darlehen stehen bereit

Die Coronahilfen für Modelabels mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro können noch bis zum 13. November von den Berliner Modelabels abgerufen werden. Auf der Website der Investitionsbank Berlin sind die Antrags- und Rahmenbe­dingungen der zinslosen Darlehen unter dem Stichwort „Coronahilfen für Modelabels“ einsehbar.

Zur gezielten Unterstützung der Modelandschaft in der Corona-Pandemie stehen insgesamt 5 Millionen Euro zur Verfügung, die zur Neuausrichtung der Berlin Fashion Week, für zusätz­liche modebezogene Standortmarketing-Maßnahmen sowie für Modelabels eingesetzt werden sollen. 

Mehr als 2 Milliarden Euro wurden bisher zur Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie bereitgestellt. Über 556 Millionen Euro wurden alleine an rund 75.000 Unternehmen aus kreativen Branchen ausgezahlt. Weitere Soforthilfen wie die Gewerbe­miet­zuschüsse sowie Digitalprämien unterstützen darüber hinaus.