BerlinDie Bundesregierung will am Mittwoch den Gesetzentwurf zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder beschließen. Er sieht schärfere Strafen, eine effektivere Strafverfolgung und Verbesserungen der Prävention vor. 

Unter anderem soll die Verbreitung von Kinderpornografie ein Verbrechen werden - auf das eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr stehen soll. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder soll einen Strafrahmen von bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe erhalten. Bisher lag die Höchststrafe bei maximal 10 Jahren.

Die Debatte um härtere Strafen war durch den Missbrauchsfall in Münster mit mittlerweile 21 Verdächtigen neu entgefacht worden. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte solche Forderungen aus der Union zunächst zurückgewiesen und stattdessen eine bessere Ausstattung für Ermittler gefordert. Nach anhaltender Kritik änderte sie ihre Position.