Berlin - Das Ordnungsamt Tempelhof-Schönberg hat bei Kontrollen in einer Shishabar festgestellt, dass die meisten der vorgelegten negativen Corona-Testbescheinigungen gefälscht waren. Wie das Bezirksamt am Dienstag mitteilte, hatte das Ordnungsamt verschiedene Bars und Restaurants auf Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen in gastronomischen Innenräumen kontrolliert. Es sollte festgestellt werden, ob sich die Betriebe an die 3G-Regel – geimpft, getestet oder genesen – halten. 

Es stellte sich heraus, dass 70 Prozent der negativen Testergebnisse gefälscht waren. Kontrolliert wurden laut einem rbb-Bericht vier Shishabars in Tempelhof-Schöneberg. 56 von 80 Testergebnissen sollen gefälscht gewesen sein.  Das Bezirksamt mutmaßt, dass sich die Besucherinnen und Besucher die Fake-Testergebnisse über Soziale Netzwerke besorgt und damit die Bars betreten haben. Dabei könnte auch der Straftatbestand der Urkundenfälschung vorliegen, heißt es. 

Gefälschte Testergebnisse auch in Berliner Clubs? 

Denjenigen, die eine Bar mit einem gefälschten Ergebnis aufgesucht haben, drohen nun Strafen in Form von Bußgeldern von mehr als 500 Euro. Das Ordnungsamt hat Polizei und Gesundheitsamt über die betrügerischen Vorgänge informiert, heißt es. Die beschuldigten Gäste hätten die Bars sofort verlassen müssen, so das Bezirksamt in einer Mitteilung. 

In sozialen Netzwerken werden unterdessen Mutmaßungen über gefälschte Testergebnisse in Berliner Clubs angestellt. Der Senat hat dies bislang noch nicht bestätigt. Im Juni hatten erste Clubs ihre Außenbereiche für getestete Personen geöffnet. Gäste müssen einen negativen Corona-Test vorlegen und eine Maske tragen.