Berlin - Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich zu Anschuldigungen geäußert, er habe ein „Frauenproblem“. In seiner Bewerbungsrede zum Parteitagsvorsitz sagte er: „Ich weiß, dass wir in der Frauenpolitik besser werden und mehr tun müssen. Aber wenn ich wirklich ein ‚Frauenproblem‘ hätte, wie manche sagen, dann hätten mir meine Töchter längst die gelbe Karte gezeigt und meine Frau hätte mich nicht vor 40 Jahren geheiratet.“

Auf Twitter zitierte das Team von  Merz diese Passage. Die Nutzer des Kurznachrichtendiensts scheinen in der Mehrheit die Logik der Aussage anzuzweifeln. Ein Nutzer schreibt: „Cool. Jetzt erzähl uns noch, wo Du schon überall Urlaub gemacht hast und warum Du deswegen gar nicht rassistisch sein kannst.“ Ein anderer meint: „Das ist das Boomer Argument schlechthin. ‚Ich kann ja nicht gegen Frauen sein, weil ich hab ja Töchter und eine Frau, die mich vor 40 Jahren geheiratet hat.‘“

Der Bundestagsabgeordnete Niema Movassat von der Linken schrieb dazu: „Morgen folgt der nächste Teil. Ich habe einen ausländischen Freund, deshalb kann ich gar nicht Rassist sein.“

Die Sozialdemokratin Derya Türk-Nachbaur erregte sich ebenfalls über die Aussage von Friedrich Merz und schrieb unter dem Hashtag #WirFrauenGegenMerz: „Wer Döner isst, kann kein Rassist sein! Wer Frau und Töchter hat, muss ein Feminist sein! Wer Haustiere hat, ist immer Vegetarier*in!“