Wer an Ostern im Garten Eier suchen  will, muss sich vorsehen. Experten warnen aktuell vor der Tropen-Zecke Hyalomma. Sie ist fünfmal größer als unsere heimischen Zecken und hat lange, gestreifte Beine, mit denen sie Tiere und Menschen über lange Strecken verfolgen kann. Die Zecke wurde 2015 erstmals von Zugvögeln nach Deutschland gebracht.

Das Besondere an dieser Zeckenart: Während die bekannteste Zeckenart Wochen oder Monate auf einen vorbeikommenden Wirt lauert, kann die Hyalomma-Zecke ihre Wirtstiere wie Rinder oder Pferde, aber auch Menschen, auf bis zu zehn Meter Entfernung mit ihren Augen erkennen, die Verfolgung aufnehmen und ihren Opfern bis zu mehrere hundert Metern folgen. Untersuchungen zufolge tritt die Hyalomma-Zecke in Deutschland zurzeit am Dritthäufigsten auf. Besonders in heißen und trockenen Sommern können sie sich gut verbreiten.

Auch heimische Zecken übertragen Krankheiten

Die neue Zecken-Art gilt als Überträger des lebensgefährlichen Krim-Kongo-Hämorrhagischen Fiebers, einer Infektionskrankheit, die beim Menschen unter anderem zu grippeähnlichen Symptomen mit Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen sowie neurologischen und Magen-Darm-Beschwerden führt. Die Todesrate dieser Krankheit liegt bei bis zu 50 Prozent, je nach Virusstamm. Infizierte sterben innerhalb von zwei Wochen an einem Multi-Organversagen.

Doch auch die heimischen Zecken sind nicht ungefährlich. Sie können beispielsweise die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. FSME ist nicht mit Medikamenten heilbar und kann in schweren Fällen sogar tödlich verlaufen. Eine Impfung ist daher der beste Schutz. Sonst empfehlen Experten, in Wald- und Wiesengebieten Kleidung zu tragen, die den Körper größtenteils bedeckt. Auch Zeckenschutzmittel können helfen.

Fall es dennoch zu einem Zeckenbiss kommt, ist es wichtig, die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen. Dies ist mit einer feinen Pinzette oder Zeckenschlinge möglich.