Berlin - Berlins Innensenator will auf der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz einen Antrag zur Prüfung einer Reduzierung von Schreckschusswaffen stellen. Dies sagte der Politiker der Welt am Sonntag. Grund dafür sei die gestiegene Anzahl von Straftaten im Zusammenhang mit Schreckschusswaffen. So wurden laut Berliner Senat im vergangenen Jahr allein in der Silvesternacht 125 Straftaten dieser Art verübt.

Besonders die Berliner Feuerwehr klagt über Bedrohungen mit Schreckschusswaffen. Aber auch Reizgas und  Signalwaffen sind offenbar ein Problem, dessen sich Senator Andreas Geisel annehmen möchte. Geisel erklärte gegenüber der Zeitung, dass man viele dieser Waffen „ohne besondere Erlaubnis“ erwerben könne. Für das Mitführen in der Öffentlichkeit sei allerdings ein kleiner Waffenschein nötig. Dies geschehe allerdings unter „erleichterten Bedingungen“.

Die Innenministerkonferenz findet von Mittwoch bis Freitag statt. Dort soll über einen entsprechenden Prüfauftrag für das Bundesinnenministerium entschieden werden. Damit könnte festgelegt werden, ob es zu einer bundesweit verschärften Änderung im Waffenrecht kommen kann.