Am Samstagnachmittag endete für die Fans der Eisbären Berlin eine lange Wartezeit: Nach neun Jahren konnten sie wieder mit ihrem Team einen Titel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) feiern. In der vergangenen Saison mussten die Anhänger aufgrund der damals geltenden Corona-Schutzmaßnahmen noch mit einer digitalen Meisterfeier vorlieb nehmen. Umso besser war die Stimmung bei den mehreren Hundert Fans vor der Arena am Ostbahnhof, als die Mannschaft mit dem im Finale gegen den EHC Red Bull München errungenen Pokal im offenen Doppeldeckerbus vorfuhr. Danach wurde von der Bühne auf eine rundum gelungene Saison zurückgeblickt.

dpa/Andreas Gora
Jubel für die Eisbären: Hunderte Fans empfingen die Mannschaft an der Arena am Ostbahnhof.

Wie groß nun der Umbruch beim neunfachen Meister ausfallen wird, blieb hingegen weiter offen: Nur Frans Nielsen verabschiedete sich von den Fans. „Wir wollen die Spieler jetzt erst einmal feiern lassen. Das haben sie sich verdient“, sagte Sportdirektor Stéphane Richer und kündigte erste Personalentscheidungen für die kommende Woche an. Unklar bleibt somit vorerst auch die Zukunft von Nationaltorhüter Mathias Niederberger, über dessen möglichen Wechsel zum Finalgegner München seit Wochen spekuliert wird.

Frans Nielsen: „Ich bin zu alt“

Sicher ist nur, dass die Eisbären in der kommenden Saison auf Nielsen verzichten müssen. Dem lautstarken Bitten der Fans, sein Karriereende doch noch einmal zu verschieben, mochte der 38 Jahre alte Däne am Samstag nicht nachgeben. „Ich bin zu alt“, räumte er ein. Der Center war im Herbst nach 949 Spielen in der National Hockey League (NHL) zu den Berlinern gewechselt und dank seiner Ruhe am Puck und wichtiger Tore in den Playoffs zum Schlüsselspieler geworden.