So soll das E-Scooter-Chaos am Bahnhof Zoo gelöst werden

Am Bahnhof Zoo blockieren oft E-Scooter Gehwege und Ampelbereiche. Das soll sich jetzt ändern.

Der Bahnhof Zoo in Berlin
Der Bahnhof Zoo in BerlinBerliner Zeitung

Berlin-Bürgerinnen und Bürger können am Bahnhof Zoo ab sofort schneller ein Leihfahrrad oder einen E-Scooter finden. Gemeinsam mit Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) an diesem Freitag drei neue Sammelpunkte für die Sharing-Fahrzeuge rund um den Bahnhof eingerichtet, wie das Unternehmen mitteilte. Die BVG und die Deutsche Bahn betreiben die Stationen unter dem Namen Jelbi. 65 davon gibt es mit den neu eingerichteten Sammelpunkten nun in Berlin, 150 weitere sollen im Laufe des nächsten Jahres dazukommen.

Mit den Stationen verfolgt der Senat zwei Ziele. „Wir schaffen leicht zugängliche Übergänge vom Bahn und Bus auf Sharing-Fahrzeuge – denn die Räder und Scooter stehen direkt am Bahnhof zur Ausleihe bereit“, teilte Jarasch am Freitag mit. Langfristig will der Senat mit diesem Konzept aber auch die Problematik rund um E-Scooter in den Griff bekommen. In einem gewissen Umkreis um die Jelbi-Stationen können die umstrittenen Elektroroller nicht mehr per App abgeschlossen werden. Auch auf dem gesamten Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoo ist das Abstellen der Scooter technisch nun nicht mehr möglich.

Je dichter das Netz der Stationen, so die Hoffnung des Senats, umso schwieriger wird es, mit den Rollern Gehwege, Gebäudezugänge oder Ampelbereiche zu blockieren. Doch damit dieses Ziel erreicht wird, braucht es aus Sicht des Fußgängerverbands Fuss sowie der Branche selbst deutlich mehr Stationen als die angepeilten 200.