Täglich erreichen Tausende Menschen aus der Ukraine Berlin. Doch es sind weitaus weniger Flüchtlinge als noch zu Beginn des Ukraine-Krieges. Warum das so ist, wird im Senat diskutiert – einen exakten Grund für den Rückgang hat noch niemand gefunden. Erreichten nach Kriegsausbruch zum Teil 10.000 Menschen und mehr täglich die Hauptstadt, liegen die jüngsten Zahlen um die 2000 bis 3000 pro Tag. Regelmäßig gibt die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales die Geflüchtetenzahlen heraus. Am 11. April zählte Berlin 2300 Flüchtlinge am Hauptbahnhof, 173 Menschen am ZOB und 187 Flüchtlinge am Südkreuz.

Ukrainer können sich zuerst und völlig legal mit einem Touristenvisum 90 Tage in Deutschland aufhalten. Das macht die genaue Ermittlung des Status quo so schwierig. Unklar ist ebenso, wie viele mit dem Auto anreisen. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) schätzt, dass sich wegen des Krieges 50.000 bis 60.000 Menschen in Berlin aufhalten. Davon wurden 31.000 in Unterkünften untergebracht. Und es könnten mehr werden. Giffey rechnet damit, dass sich die Lage nach Ostern und nach dem 9. Mai in der Ukraine verschärft und mehr Menschen kommen werden. Am 9. Mai feiert Russland den Tag des Sieges über Nazideutschland.