AugsburgCSU-Chef Markus Söder hat seine Haltung bekräftigt, dass sich die Union bei der Kür ihres Kanzlerkandidaten noch Zeit lassen sollte. „Ich plädiere dafür, lieber später den Kanzlerkandidaten zu benennen, ein Frühstart bringt nichts“, sagte Söder der Augsburger Allgemeinen (Freitag). „Es wird ohnehin ein langer und schwieriger Wahlkampf.“ Die Entscheidung sollte seiner Ansicht nach erst im März nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz getroffen werden.

Die CDU solle aber schon an ihrem Parteitag zum Jahresbeginn über den Parteivorsitz entscheiden, meinte der bayerische Ministerpräsident. „Ich glaube, es ist gut, dass die CDU im Januar einen Vorsitzenden wählen wird, weil es notwendig ist, eine Entscheidung herbeizuführen und die Führungsfragen zu klären.“

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitag), dass die Union den Kanzlerkandidaten zwischen Ostern (4. April) und Pfingsten (23. Mai) bestimmen sollte. „Wer immer es wird, muss Interesse daran haben, dass die Zeit neben einer so starken Kanzlerin nicht zu lange dauert. Sie genießt nach einer so langen Zeit vollkommen zu Recht ein außerordentliches Ansehen in Deutschland und in der Welt“, sagte Schäuble. Die Bundestagswahl ist für den 26. September angesetzt.