MünchenBayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern an diesem Mittwoch eine weitere Verschärfung der bisherigen Länder-Vorschläge. Man müsse an einigen Stellen noch nachschärfen und ergänzen, sagte Söder am Rande einer Landtagssitzung in München.

Unter anderem will er noch einmal diskutieren, ob die von den Bundesländern für Weihnachten angestrebte Lockerung der Kontaktbeschränkungen tatsächlich auch über Silvester gelten soll oder ob der Zeitraum nicht noch verkürzt wird. Für Weihnachten steht Söder hinter dieser Regelung. Für die Verlängerung des Zeitraums bis zum Jahresende müsse man aber noch einmal diskutieren, „ob das sinnvoll ist“.

Zudem forderte Söder eine umfassendere Strategie für sogenannte Corona-Hotspots, etwa mit noch strengeren Kontaktbeschränkungen. Ab welchem Inzidenzwert Regionen als solche Hotspots gelten sollen, müsse am Mittwoch noch diskutiert werden.

Schule: Weihnachtsferien vorgezogen

Darüber hinaus ziehen Bayern und Baden-Württemberg den Beginn ihrer Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag ist in beiden Ländern nun der 18., nicht der 22. Dezember, teilten Söder und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in München und Stuttgart mit.

Söder begründete die Entscheidung mit der Corona-Pandemie: „Das Infektionsrisiko wird durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten erheblich gesenkt, damit Familien gesund und unbeschwerter feiern können.“

Als erstes Bundesland hatte Nordrhein-Westfalen vor zwei Wochen eine Vorverlegung der Weihnachtsferien beschlossen. Der Schritt sorgte allerdings auch für Kritik: An vielen Schulen waren an den Tagen vor Weihnachten noch Klausuren und Klassenarbeiten geplant, der Wegfall der Tage trifft vor allem Abschlussklassen.