Mogadischu - Mindestens 13 Mitglieder der somalischen Sicherheitskräfte sind am Sonntag bei einer Bombenexplosion gestorben. Unter ihnen war auch ein hochrangiger Kommandeur. Die Bombe traf einen Transport, der zu regionalen Geheimdiensteinheiten des somalischen Bundesstaates Galmudug gehörte, sagte ein ranghoher Militärvertreter. Der Konvoi sei in der Nähe der Stadt Dhusamareeb unterwegs gewesen, etwa 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Mogadischu. 

Die Stadt war in der vergangenen Woche Schauplatz von Gesprächen zwischen den führenden Politikern des Landes über die verzögerten Wahlen in Somalia. Eigentlich sollte in dem Krisenland am Montag gewählt werden. Der Urnengang wurde aber verschoben, ein neuer Wahltermin steht noch nicht fest.

Die Terrormiliz Al-Shabaab bekannte sich über ihren Sender Andalus zu dem Anschlag. Die Gruppe hat ihre Angriffe im Bundesstaat Galmudug zuletzt intensiviert, als die föderalen Führer des Landes in Dhusamareeb zusammenkamen. Einige Anführer halten sich noch in dem Bundesstaat zu einer lokalen Feier auf. Vergangene Woche wurden bei einem Feuergefecht mit dem somalischen Militär außerhalb der wichtigen Stadt zahlreiche Al-Shabaab-Kämpfer getötet.

Die Lage in Somalia ist derzeit angespannt: Im Kampf um die Kontrolle des Landes verübt die sunnitische Terrormiliz Al-Shabaab immer wieder Anschläge. Eine Truppe der Afrikanischen Union (AU) sowie die USA unterstützen die somalische Regierung im Kampf gegen Al-Shabaab.