Berlin -  Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat eingeräumt, dass nicht allen Schülern, die in den Ferien an einem Sommerschul-Angebot teilnehmen möchten, ein Platz sicher ist. „Uns war es wichtig, dass wir von Anfang an seit der Pandemie Sommerschulen, Winterschulen, Herbstschulen, Osterschulen anbieten“, sagte die SPD-Politikerin in der RBB-„Abendschau“ am Mittwoch. „Und in diesem Jahr wollen wir insgesamt für 20.000 Schülerinnen und Schüler Plätze anbieten, jetzt in den Sommerferien 7400 Plätze“, so die Senatorin. „Das ist begrenzt, das hat was mit dem Personal zu tun, weil das Personal entsprechend qualifiziert wird und auch da sein muss.“

Der Vater einer Berliner Elftklässlerin erzählte in der „Abendschau“, es sei sehr ernüchternd, dass seine Tochter kurzfristig erfahren habe, keinen Platz zu bekommen. „Das war ein ganz schöner Dämpfer.“ Scheeres sagte: „Im Vergleich zu anderen Bundesländern bieten wir hier sehr viel an, aber ich kann die Enttäuschung natürlich verstehen, wenn dann eine Schülerin oder ein Schüler keinen Platz erhält.“

Die Bildungssenatorin betonte, neben der Sommerschule gebe es noch weitere Angebote: „Das Gute ist ja, dass wir das Bund-Länder-Programm ‚Stark trotz Corona‘ haben, dass wir hier 64 Millionen Euro zur Verfügung haben, um auch während der Schulzeit Unterstützungsangebote zur Verfügung zu stellen, einerseits um Lernlücken zu schließen, aber andererseits auch, um Kinder und Jugendliche zu stärken.“ Schließlich seien die vergangenen Monate für die Schüler auch psychisch eine schwierige Situation gewesen.