Der Namensgeber des Raumschiffes, das der Sonne so nahe kam wie keines zuvor, ist tot: Der Astrophysiker Eugene Parker sei im Alter von 94 Jahren gestorben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch mit. Der emeritierte Forscher der University of Chicago, der schon als junger Mann in den 1950er-Jahren die Existenz von Sonnenwinden vorhersagte, sei einer der „großen wissenschaftlichen Köpfe und Anführer unserer Zeit“ gewesen, sagte Nasa-Chef Bill Nelson.

Parker war der erste Mensch, nach dem die Nasa zu Lebzeiten eine Sonde benannte: die im August 2018 gestartete „Parker Solar Probe“, die im Dezember 2021 die äußerste Atmosphärenschicht der Sonne – Korona genannt – durchflog. Derzeit kreist die von einem fast zwölf Zentimeter dicken Kohlenstoffpanzer geschützte und rund 7000 Kilogramm schwere Sonde von der Größe eines Kleinwagens in großen elliptischen Bahnen um die Sonne herum. Im Lauf der Mission soll sich die Sonde der Oberfläche des Sterns bis auf etwa sechs Millionen Kilometer nähern.

Er fühle sich sehr geehrt von der Namensgebung, war Parker zum Start der „Parker Solar Probe“ zitiert worden. „Die Sonde fliegt in eine Gegend des Weltalls, die wir noch nie erkundet haben. Es ist sehr aufregend, dass wir da endlich hinschauen können. Ich hätte gerne detailliertere Messungen der Sonnenwinde. Ich bin mir sicher, es wird einige Überraschungen geben. Gibt es immer.“