Sonniger, heißer und trockener Sommer in Brandenburg

Trockenheit, Hitze und Waldbrände haben den diesjährigen Sommer in Brandenburg dominiert. Die Durchschnittstemperatur von 19,8 Grad lag deutlich über dem lan...

Ein Landwirt fährt mit einem Traktor über den trockenen Acker und bringt Rapssaat in den Boden.
Ein Landwirt fährt mit einem Traktor über den trockenen Acker und bringt Rapssaat in den Boden.Patrick Pleul/dpa/Archivbild

Offenbach/Potsdam-Trockenheit, Hitze und Waldbrände haben den diesjährigen Sommer in Brandenburg dominiert. Die Durchschnittstemperatur von 19,8 Grad lag deutlich über dem langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 von 17,3 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Dienstag mitteilte. Demnach war der Sommer 2022 der sonnigste seit Messbeginn und einer der vier wärmsten seit 1881. Mit fast 820 Stunden lag die Sonnenscheindauer rund 35 Prozent über dem langjährigen Mittel von 614 Stunden.

In Brandenburg schien die Sonne an 790 Stunden, das war deutlich mehr als die 662 Stunden des langjährigen Mittels. Am 19. Juni lag der Süden des Landes unter sengender Heißluft. Cottbus meldete mit 39,2 Grad einen neuen Junirekord für Brandenburg. Überhitzt war auch der Juli, als in Langenlipsdorf etwa 50 Kilometer südlich von Potsdam am 20. Juli mit 39,1 Grad ein neuer Monatshöchstwert für Brandenburg gemessen wurde. Selbst am 4. August wurden verbreitet nochmals um 37 Grad erreicht. Für 130 Liter je Quadratmeter Flächenniederschlag sorgten Schauer und Gewitter. Das langjährige Mittel liegt bei 177 Liter. Angesichts des schon sehr trockenen Frühjahrs und der hohen Verdunstung im Sommer sei das erheblich zu wenig gewesen, hieß es. In der Folge habe es viele Wald- und Feldbrände gegeben.