Potsdam - Schauspielerin und Moderatorin Sophia Thomalla hat sich zu ihrem Alkoholkonsum geäußert. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gab der nach eigenen Angaben viel beschäftigte Star zu: „Ich kann manchmal nur mit Alkohol abliefern.“

Thomalla befürchtet, dass nun viele Menschen denken könnten, sie habe ein Alkoholproblem. Sie sagt aber auch: „Mal ehrlich: Manche Veranstaltungen, Berlinale-Empfänge zum Beispiel, muss man sich einfach schöntrinken.“ Thomalla achte zudem zwar auf ihr Äußeres, sei aber „nicht so eitel“, dass sie sich nicht so ausleben würde, wie sie das möchte.

Und so begründet Thomalla ihren Lebensstil: „Was bringt es mir, wenn ich mit 70 aussehe wie 50, aber um den Preis, nichts erlebt zu haben? Die guten Geschichten haben nie angefangen mit: Komm, lass uns mal ’n Tee trinken. Die fangen an mit: Gib mal ’n Bier.“

Thomalla: Bin mehr der „Flaschentyp“

Die bekannte TV-Persönlichkeit betont, dies bedeute nicht, dass sie „von morgens bis abends an der Flasche hänge“. Für ihre beruflichen Engagements müsse sie „fit in der Birne“ sein und „gut aussehen“. Daher konsumiere sie unter der Woche gar keinen Alkohol, umso mehr dafür allerdings am Wochenende. Sie bevorzuge Rotwein, aber nicht im Glas, sondern in Flaschen, so Thomalla gegenüber der FAZ. Sie sei mehr der „Flaschentyp“, denn der „Glastyp“.

Die 32-Jährige hat in dem Interview auch auf Kritik von aktivistischen Feministinnen gegen ihre Person reagiert: „Ich verdiene Geld mit dem, was ich will. Und zwar auch in Männerdomänen. Sand, Korn, Kies. Eigentlich müssten mir die Feministinnen die Füße küssen.“

Thomalla ist an dem Start-up Schüttflix beteiligt, das Bauunternehmern die Bestellung von Kies, Sand und Schotter via App ermöglicht. Die Firma kümmert sich auch um die Spedition. Zudem hat Thomalla im November ihren eigenen Korn auf den Markt gebracht. Thomalla wirft Feministinnen nun „Gebrassel“ vor. Daran sei bizarr, dass „die Feministinnen einem verkaufen wollen, dass wir als Frauen machen dürfen, was wir wollen. Machen wir aber, was wir wollen, dann ist es auch wieder nicht recht.“

Sophia Thomalla: Bin nicht dazu bereit, die Erwartungen anderer zu erfüllen

Die derzeitige Lebensgefährtin von Tennisprofi Alexander Zverev glaubt ferner, dass sie falsch eingeschätzt wird, wenn sie als schwierig empfunden werde. Sie käme nicht in die Garderobe und erwarte, dass dort Lilien stehen. „Das ist Nena, das bin nicht ich. Ich hab überhaupt keine Ansprüche an die anderen.“

dpa/Tom Weller
Schwer verliebt: Sophia Thomalla und ihr Partner Alexander Zverev auf einer Abendveranstaltung am vergangenen Wochenende

Viele Menschen hätten Erwartungen an sie, die sie aber nicht bereit sei „einfach zu erfüllen“. Dadurch entstünden Konflikte, so Thomalla. Im weiteren Verlauf des Gesprächs bekennt sich das CDU-Mitglied als Fan von Friedrich Merz. Dieser sei bei der Wahl zum Parteivorsitz von Anfang an ihr Favorit gewesen.