Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Donnerstagabend angekündigt, dass die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff am Freitag in Deutschland fortgeführt werden. Zuvor hatte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) den Impfstoff als sicher bezeichnet und seiner Verwendung weiter empfohlen. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen.

Die „Ereignisse“, die zur Aussetzung geführt haben, würden in einer Ergänzung zum Aufklärungsbogen berücksichtigt, so Spahn. Dieser solle Impfwilligen zur Verfügung gestellt werden. Dort, wo dieser Bogen am Freitag noch nicht vorliege, solle mündlich aufgeklärt werden.

Nach Berichten über das Auftreten von Blutgerinnseln bei einigen Geimpften hatten Deutschland und mehr als ein Dutzend weitere europäische Staaten die Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers vorerst gestoppt. Hierzulande wurden die Impfungen am Montag ausgesetzt, wodurch die Planungen für die Immunisierungskampagne durcheinandergebracht wurden. Am Donnerstag gab nun die EMA wieder grünes Licht für Astrazeneca-Impfungen.

Der Berliner Senat hat bereits ankündigt, darauf vorbereitet zu sein, an diesem Freitag das Impfen mit Astrazeneca in den Zentren Tegel und Tempelhof wieder aufnehmen zu können. Das könnte nun umgesetzt werden.