Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
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BerlinGesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht das gesunkene Durchschnittsalter der Corona-Infizierten in Deutschland mit Sorge. „Wir hatten letzte Woche mit im Schnitt, also Durchschnitt mit 34 Jahren, das niedrigste Durchschnittsalter seit Beginn. Das heißt eben, dass vor allem unter Jüngeren im Moment viele Infektionen stattfinden“, sagte Spahn am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Es gelte nun, sehr wachsam zu sein, „weil es eben doch dann zu oft auch schwerste Verläufe geben kann und eben auch Todesfälle – wenn wir nicht aufpassen, in der Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit“, so Spahn.

Bereits am Mittwoch hatte Spahn im Deutschlandfunk den Anstieg der Corona-Infektionszahlen als „ohne Zweifel besorgniserregend“ bezeichnet. „Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich – wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen – eine Dynamik entfalten“, sagte er.

Das Gesundheitssystem könne die derzeitigen Infektionszahlen gut bewältigen, sagte Spahn. „Aber es ist besorgniserregend, wenn die Entwicklung bleibt.“