Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es für möglich, dass bis zum Ende der Sommerferien den 12- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht wird. Das hänge aber in erster Linie von der Zulassung der Impfstoffe für Jugendliche ab, sagte Spahn am Dienstag im Deutschlandfunk. Er verwies dabei auf eine Aussage der europäischen Arzneimittelbehörde. Diese habe angekündigt, Ende Mai oder Anfang Juni eine Zulassung für diese Altersgruppe zu erteilen.

Mit den Ländern sei vereinbart, dass die Impfungen für Jugendliche dann umgesetzt werden – etwa durch Reihenimpfungen in Schulen oder durch Einladung in die Impfzentren. Bis zum Ende der Sommerferien könnten so alle 12- bis 18-Jährigen ein Angebot bekommen und mindestens eine Impfung – idealerweise beide. Dann könne auch der Schulbetrieb nach den Sommerferien wieder normaler beginnen, so Spahn.

Zuvor hatte Spahn als Ziel ausgegeben, die Impfung von 12- bis 18-Jährigen bis Ende August zu ermöglichen. Mit der jetzigen Ankündigung könnten auch diejenigen Bundesländer geregelter in ein neues Schuljahr starten, in denen die Sommerferien bereits früher stattfinden.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, hält eine Aufhebung der Impfreihenfolge für sinnvoll, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung stehe. Dann könne auch an die Jüngeren gedacht werden und nicht mehr nur an Priorisierung, sagte er am Dienstag in Potsdam.