Der frühere Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ein Buch über seine Erfahrungen mit der Corona-Pandemie angekündigt. „Die Frage, was die Pandemie mit dem Land gemacht hat und was das für die 20er-Jahre bedeutet, beschäftigt mich seit zwei Jahren“, sagte Spahn der Bild am Sonntag. Er werde sich in einem Buch mit dieser Frage auseinandersetzen.

Spahn hatte zu Beginn der Pandemie um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Corona-Krise geworben. Im Bundestag sagte er, „dass wir einander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten“. Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und die Wissenschaft eine Phase kommen, in der man feststelle, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falschgelegen habe oder etwas korrigieren müsse, erklärte er damals.

Der Titel des Buches soll demnach das Zitat des Ex-Ministers aufgreifen: „Wir werden einander viel verzeihen müssen: Wie die Pandemie uns verändert hat – und was sie uns für die Zukunft lehrt.“ Ende September soll das Buch erscheinen.

Wie Spahn der Zeitung weiter sagte, überlegte er nach der Niederlage der Union bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, ob er seine politische Karriere überhaupt fortsetzen solle. Er sei danach in sich gegangen und habe festgestellt, dass er „weiterhin große Freude an der politischen Arbeit habe und für die Themen brenne“. Er wolle sich nun „im Maschinenraum“ der CDU für deren inhaltliche Erneuerung einsetzen.