BerlinIm Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollen in Deutschland laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im November digitale Einreiseanmeldungen eingeführt werden. „Wir werden jetzt in Deutschland im November endlich beginnen mit der digitalen Einreiseanmeldung“, sagte Spahn am Freitag nach einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. Bisher habe es für Reisende aus Risikogebieten Papieraussteigekarten im Flugverkehr gegeben.

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte dazu, dass es bisher in elf EU-Staaten solche digitalen Formate gebe. Diese sind auch unter dem englischen Namen Passenger Locator Form (PLF) bekannt und sollen helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen. Auf die Kritik, weshalb die Einführung in Deutschland so lange dauere, entgegnete Spahn, es brauche Zeit, alle 27 EU-Staaten auf eine Linie zu bekommen, und es sei auch eine technische Herausforderung. Es sei „herausfordernd“ gewesen, alle 27 Mitgliedsstaaten zu einem gemeinsam Rahmen zu bringen, was Reisen, Testen beim Reisen, das Definieren von Risikogebieten und Quarantäneregelungen angehe.

Zur möglichen Corona-Impfung sagte Spahn, dass die Akzeptanz der Bürger sehr wichtig sei. Nach Zulassen eines Impfstoffes sollten ihn alle 27 Mitgliedsstaaten von Anfang an bekommen. Wichtig sei, dass alle klinischen Test bis zur sogenannten Phase 3 abgewartet würden. „Es macht keinen Sinn, einen Impfstoff zu haben, der von den Leuten nicht akzeptiert wird“, sagte Spahn.