Berlin - Die CDU in Spandau ist sieben Monate vor der Abgeordnetenhauswahl auf den Hund gekommen. Im Bezirk hat sie jetzt durchgesetzt, dass die Mitarbeiter im Rathaus Spandau ihre Vierbeiner mit zur Arbeit nehmen dürfen. Verboten sind Bürohunde in Deutschland nicht. Es bedarf aber einer Erlaubnis des Arbeitgebers und die gibt es jetzt im Rathaus.

Ein entsprechender Antrag der CDU wurde erst im Spandauer Bezirksparlament heiß diskutiert und ist jetzt genehmigt worden. In Bereichen des Rathauses, in denen wenig Publikumsverkehr herrscht, kann ein Mitarbeiter seinen Vierbeiner mitbringen – vorausgesetzt, das Tier ist gut erzogen und die Kollegen haben dem Hundebesuch zugestimmt. So steht es in dem Beschluss. Der Hund müsse alleinbleiben können und brauche einen festen Rückzugsort im Büro, heißt es weiter.  

Auch eine Probezeit im Rathaus Spandau ist denkbar, wenn Herrchen keine Sachkundeprüfung vorweisen kann. Hat der Vierbeiner dann noch für den Fall der Fälle eine Versicherung, darf er fröhlich den Dienstweg ins Spandauer Rathaus antreten.

Bürohunde reduzieren Stress und verbessern das Arbeitsklima

Die CDU Spandau führt in ihrem Antrag ins Feld, dass der Bürohund Stress reduziert, zur guten Arbeitsatmosphäre beiträgt und letztendlich auch der Arbeitgeber, der nichts gegen Hunde hat, in der Gunst der Arbeitnehmer steigt. Die BVV ließ sich von dieser Argumentation überzeugen.

Thorsten Schatz von der CDU im Bezirk sagt: „Im Rathaus Spandau sind künftig Bürohunde willkommen. Ich freue mich sehr, dass nun endlich ein Prüfergebnis aus dem Rathaus vorliegt und das Pilotprojekt wohlwollend aufgegriffen wurde. Danke an alle, die diese Idee unterstützt und konstruktiv begleitet haben. Für uns war immer klar und selbstverständlich, dass auf Allergiker und Menschen, die Angst vor Hunden haben, Rücksicht genommen werden muss. Ein solches Projekt geht nur im Miteinander aller Beteiligten und Betroffenen.“