SPD-Chef Klingbeil: 2023 wird entscheidend für den Kriegsverlauf

Der Ukraine-Krieg geht laut Lars Klingbeil noch in diesem Jahr in die entscheidende Phase. Der Westen arbeite bereits daran, das Land dabei zu unterstützen.

Der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil bei einem Pressetermin in Berlin (Archivbild). 
Der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil bei einem Pressetermin in Berlin (Archivbild). dpa/Kay Nietfeld

SPD-Chef Lars Klingbeil sieht das neue Jahr als entscheidend für den Krieg in der Ukraine an und hat daher die Entschlossenheit des Westens betont, das Land gegen die russischen Angreifer zu unterstützen. „Ich bin mir sicher, dass das Jahr 2023 für den Verlauf des Krieges entscheidend wird“, sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Russland habe in den vergangenen Wochen mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur den Krieg abermals eskaliert.

Die USA, Frankreich und Deutschland gingen jetzt gemeinsam den nächsten Schritt, die Ukraine in der Verteidigung ihrer territorialen Integrität zu unterstützen. „Die Lieferung von Schützenpanzern ist ein Signal, dass das westliche Bündnis eng abgestimmt agiert und der Ukraine weiter den Rücken stärkt“, sagte Klingbeil. Die Bundesregierung hatte am Donnerstag bekanntgegeben, der Ukraine rund 40 Marder-Schützenpanzer zu liefern.

Ukraine: Klingbeil sieht Lieferung von Kampfpanzern skeptisch

Forderungen nach der Lieferung von Leopard-Kampfpanzern sieht Klingbeil hingegen skeptisch. Es gehe erstmal darum, sich im internationalen Bündnis abzusprechen, sagte er im RTL/ntv-Interview am Samstag. „Kein Land liefert gerade so schwere Kampfpanzer, wie das der Leopard 1 oder 2 ist“, betonte Klingbeil.

Russlands Präsident Wladimir Putin gehe in der Ukraine äußerst brutal vor und bezeichne westliche Staaten wie Deutschland längst als Kriegspartei. „Insofern ist es richtig, dass die Amerikaner, die Franzosen, aber auch wir als deutsche Bundesregierung immer wieder abwägen, können wir jetzt einbezogen werden mit in diesen Krieg.“ Für die Bundesregierung sei es immer wichtig gewesen, keine deutschen Alleingänge zu haben.