Berlin - Die SPD wird künftig von Lars Klingbeil und Saskia Esken geführt. Klingbeil erhielt bei dem weitgehend virtuell abgehaltenen Parteitag 86,3 Prozent Zustimmung, Esken kam auf 76,7 Prozent. Ihr bisheriger Co-Vorsitzender Norbert Walter Borjans hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. 

Klingbeil und Esken nahmen die Wahl an und bedankten sich für die Unterstützung. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Saskia Vorsitzender der SPD zu sein“, sagte Klingbeil. In ihren Bewerbungsreden hatten beide die Geschlossenheit der SPD beschworen. Diese habe den Erfolg bei der Bundestagswahl ermöglicht und solle fortgeführt werden.

Kevin Kühnert zum SPD-Generalsekretär gewählt

Der langjährige Juso-Chef Kevin Kühnert wurde zum neuen Generalsekretär der SPD gewählt. 77,78 Prozent der Delegierten stimmten für den bisherigen stellvertretenden Parteivorsitzenden.

Der nordrhein-westfälische SPD-Landesvorsitzende Thomas Kutschaty rückt in die Riege der Parteivize der Bundespartei auf. Auf dem Parteitag erhielt Kutschaty 84,68 Prozent der Stimmen. Er ist auch Spitzenkandidat seiner Partei für die NRW-Landtagswahl im Mai.

Als stellvertretende Parteivorsitzende wiedergewählt wurden mit 80,98 Prozent der Stimmen die neue Bundesbauministerin Klara Geywitz und mit 88,55 Prozent Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Ebenfalls im Vize-Amt bestätigt wurden Saar-Landeschefin Anke Rehlinger mit 90,74 Prozent und die schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Serpil Midyatli mit 85,69 Prozent. Rehlinger ist Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl im Saarland im März.

Da fast alle Stimmberechtigten bei dem Parteitag nur digital zugeschaltet waren, müssen die Personenwahlen allesamt noch schriftlich bestätigt werden. Die Delegierten müssen bis zum kommenden Wochenende die entsprechenden Briefwahlunterlagen zurückschicken. Am 20. Dezember soll der neue Parteivorstand erstmals zusammentreten.