Berlin - Mehrere Parteivorstandsmitglieder der Linken fordern einem Bericht zufolge einen Verzicht ihrer ehemaligen Fraktionschefin Sahra Wagenknecht auf eine Bundestagskandidatur. Hintergrund seien kürzlich verbreitete Auszüge aus ihrem neuem Buch „Die Selbstgerechten“, hieß es am Freitag in einem Spiegel-Bericht. Das Buch, das am kommenden Mittwoch offiziell erscheinen soll, sehen die Kritiker demnach als eine Art Generalabrechnung mit der eigenen Partei.

Wagenknecht tritt an diesem Wochenende in Nordrhein-Westfalen als Spitzenkandidatin auf Platz eins der Landesliste an, um bei der Wahl am 26. September in den Bundestag gewählt zu werden.

Mit ihrem neuen Buch verunglimpfe Wagenknecht Bewegungen wie Unteilbar, Black Lives Matter oder Fridays for Future als „selbstgerecht“, warf ihr etwa der bayerische Politiker Johannes König im Spiegel vor. Wagenknechts Buch sei „eine Kriegserklärung an Hunderttausende junge Menschen, die uns wählen und sich für Klimaschutz und Antirassismus einsetzen“, sagte der Linke-Abgeordnete Niema Movassat dem Nachrichtenmagazin. Wagenknecht wies die Kritik an ihrem Buch dem Spiegel zufolge zurück.