RosenheimEin Ende des Lockdowns ist nicht in Sicht. Die Corona-Beschränkungen werden wahrscheinlich über den 10. Januar hinaus verlängert. Doch Udo Siebzehnrübl aus Bayern hat genug. Er will seine fünf Intersport-Geschäfte, unter anderem in Rosenheim, zum 11 . Januar wieder öffnen. Das hat er in einem offenen Brief an den Bayerischen Handelsverband bekannt gegeben. „Ich habe es satt, weiterhin als Sündenbock der Corona-Pandemie herzuhalten“, sagte er dem Oberbayerischen Volksblatt (OVB). Irgendwann sei das Fass voll.

Der Händler legt Wert auf die Feststellung, dass er kein „Querdenker“ oder Corona-Leugner sei. Vielmehr gehe es ums Prinzip. Siebzehnrübl spricht gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt von Existenzängsten und gefährdeten Arbeitsplätzen. „Sowohl die Solidarität als auch die finanziellen Möglichkeiten sind völlig aufgebraucht“, so der Unternehmer. Er habe bereits mit Kollegen aus der Sportbranche gesprochen und sie darum gebeten, seine Aktion zu unterstützen und ihre Geschäfte zu öffnen. Der Zuspruch sei groß. 

„Wenn 5000 Händler aufsperren, kann ich mir nicht vorstellen, dass alle bestraft werden“, sagte Siebzehnrübl dem Oberbayerischen Volksblatt.