Wurde positiv auf Corona getestet: Cristiano Ronaldo.
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Rom Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora hat Superstar Cristiano Ronaldo von Juventus Turin einen Verstoß gegen die Corona-Schutzmaßnahmen vorgeworfen. Der fünfmalige Weltfußballer in Diensten von Juventus Turin sei ohne behördliche Genehmigung zur portugiesischen Nationalmannschaft und von dort wieder zurück nach Turin geflogen, sagte Spadafora im Gespräch mit Rai Radio 1. Auf die Frage, ob Ronaldo mit seiner Rückkehr nach Turin trotz seiner Corona-Quarantäne die geltenden Bestimmungen der Behörden verletzt habe, sagte der Minister: „Ich denke schon“.

Ronaldo war am Mittwoch trotz seiner Infektion mit dem Coronavirus nach Italien zurückgeflogen, um dort seine Quarantäne fortzusetzen. Der 35-Jährige war zuvor bei der portugiesischen Nationalmannschaft in Lissabon positiv auf das Virus getestet worden und hatte sich daraufhin in Isolation begeben.

Rückendeckung erhielt Ronaldo von Turins Vereinspräsident Andrea Agnelli. „Wir haben es unseren Profis freigestellt, zu ihren Nationalteams zu reisen“, sagte Agnelli: „Es wurden keine Vorgaben missachtet.“

Trotz mittlerweile 31 Corona-Fällen bei den Profis der Serie A soll die Meisterschaft in Italien vorerst nicht unterbrochen werden. Eine Rückkehr der Fans in die Stadien in Italien schloss Spadafora bis mindestens Mitte November aus. „Die Regionen haben 25 Prozent der möglichen Zuschauer vorgeschlagen. Aber im Moment können wir das nicht genehmigen“, sagte der Sportminister. „Wir müssen sehen, wie die Infektionskurve von jetzt bis Mitte November verläuft.“