Köln - Der klassische Spaziergang hat in Corona-Zeiten eine neue Bedeutung bekommen. „Viele Orte, wo man sich normalerweise mit Freunden treffen würde, stehen momentan nicht zur Verfügung – also trifft man sich draußen“, sagte der Kölner Sportpsychologe Jens Kleinert der Deutschen Presse-Agentur. Der Spaziergang sei somit zu einem „Medium des sozialen Miteinanders“ geworden.

Da Sport in Vereinen oder Fitnessstudios zurzeit nicht möglich sei, könne man seinen Bewegungsdrang lösen, indem man eine Runde um den Block gehe, sagte Kleinert, der Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln ist. Überdies führe die Arbeit im Homeoffice häufig zu einem Gefühl der Enge und „räumlichen Unausgeglichenheit“: „Es ist eine Monotonie der Umgebung, man muss zwischendurch mal etwas anderes sehen – da bietet sich ein kurzer Spaziergang einfach an.“