Im Fall eines Terrorverdächtigen aus dem nordhessischen Spangenberg hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen. Gegen den Beschuldigten bestehe insbesondere der dringende Tatverdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, teilte ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die Frankfurter Rundschau (Freitagsausgabe) vorab darüber berichtet.

Bei dem 20-Jährigen waren nach bisherigen Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft unter anderem rund 600 selbstgebaute Kleinsprengkörper gefunden worden. Auch ein rassistisches Manifest wurde demnach entdeckt. Die Wohnung des Verdächtigen in der Kleinstadt im Schwalm-Eder Kreis war ursprünglich wegen eines möglichen Waffendelikts durchsucht worden.

Der Auszubildende sitzt seit Mitte September in Untersuchungshaft. Im hessischen Innenausschuss hatte Minister Peter Beuth (CDU) zudem berichtet, dass die Terrorermittlungen auf weitere Personen ausgeweitet worden seien.