Berlin - Die Umrüstung der Berliner Busflotte mit fest installierten Schutzscheiben für die Fahrer ruht bis auf Weiteres. Eigentlich wollte die BVG bis Ende Februar alle Busse entsprechend umgebaut haben. Derzeit seien die zuständigen Monteure aber vor allem damit beschäftigt, bis zu 100 alte Busse wieder für den Einsatz fit zu machen, sagte ein Sprecher der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Sie sollen demnach als Zusatzfahrzeuge in diesen Tagen nach und nach auf die Straße kommen, um im anlaufenden Schulverkehr das Angebot zu erhöhen. Für den Umbau der regulären Flotte mit den „Spuckschutz“-Scheiben gebe es deshalb derzeit keine Kapazitäten.

Es fehlten noch rund 180 der 1384 Busse, sagte der Sprecher. Wann die übrigen Fahrzeuge drankommen, sei derzeit offen.

In der Corona-Krise war der Fahrerbereich in den Bussen zunächst provisorisch mit Plastikplanen und Folien abgehangen worden. Diese sollen nun nach und nach mit fest installierten Sicherheitsglasscheiben ersetzt werden, die auch nach der Krise bleiben sollen. Sie dienen dem Schutz der Fahrer und sollen außerdem das Bezahlen beim Einstieg wieder ermöglichen. Das Projekt kostet der BVG zufolge rund 2,1 Millionen Euro.