Im sächsischen Riesa hat am Wochenende der dreitätige Parteitag der AfD stattgefunden. Neben den Wahlen für einen neuen Bundesvorstand gab es lange Streitereien über die Außen- und Europapolitik. Am Rande des Parteitags konfrontierte der ARD-Journalist Martin Schmidt, die neu gewählte AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel mit rechtsextremen Magazinen, die offenbar am Saaleingang verteilt wurden.

Unter den verteilten kostenlosen Heften befanden sich Titel wie „Männer der Waffen-SS“ sowie ein „Kalender mit den schönsten Aktfotos 1920–1945“. Schmidt fragte Weidel daraufhin: „Wie kann so was bei der AfD völlig normal sein, dass so was hier kostenlos am Saaleingang verteilt wird?“ Weidel schien überrascht: „Ne, ist überhaupt nicht normal. Ich wundere mich gerade“, sagte sie.

AfD-Parteitag vorzeitig abgebrochen

Auf Nachfrage, ob die Personen, die die Kalender und Zeitschriften verteilten, eingeladen wurden, antwortete Weidel nur „Ne, keine Ahnung, haben wir glaube ich nicht eingeladen“. Sie wundere sich über die Magazine und Kalender, so die AfD-Co-Vorsitzende.

Auf den Hinweis, dass die Zeitschriften bereits seit drei Tagen am Saaleingang verteilt würden, sagte Weidel nur: „Ich bin da hinten am Arbeiten, ich seh das da vorne nicht. Das muss ich mir angucken.“ Auf weitere Fragen des Journalisten antwortete sie nur noch „Ja, was soll ich dazu sagen? Dazu kann ich gar nichts mehr sagen“.

Nach einem langen Streit über einen von Björn Höcke mit formulierten Antrag zur „Auflösung der EU“ stimmten die Delegierten am Sonntag für einen vorzeitigen Abbruch des Parteitages.