Bonn - Die staatliche Warn-App NINA soll ab kommender Woche auch lokale Daten zu Corona-Infektionszahlen und den jeweiligen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vor Ort liefern.

Im Laufe des Monats Januar sollen dann auch für jede Region Informationen zum Thema Impfung bereitgestellt werden. Armin Schuster, Präsident des zuständigen Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), sagte: „Mein Ziel ist es außerdem, in der App demnächst in einfach verständlicher Form die Einreise- und Quarantänebestimmungen der jeweiligen Bundesländer nach einem Aufenthalt im Ausland für den jeweiligen Ort abrufbar zu machen.“

Die neue NINA-Version 3.3 soll die Menü-Elemente und wichtige Inhalte von Warnmeldungen laut BBK künftig auch in sieben Fremdsprachen – Arabisch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch – sowie in leichter deutscher Sprache anbieten. Die Warnmeldungen, die über NINA verschickt werden, stammen aus den bundesweit mehr als 250 Rettungsleitstellen. Dabei geht es oft um Unwetter, Brände oder Bombenfunde bei Bauarbeiten. Nach Angaben des BBK haben aktuell rund 8,1 Millionen Nutzer die App installiert.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte den langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Schuster zum neuen Leiter des BBK gemacht, nachdem es im September eine massive Panne beim ersten bundesweiten Warntag gegeben hatte. Vor seinem Einstieg in die Politik war Schuster in leitender Funktion bei der Bundespolizei beschäftigt.