BerlinDer Bedarf an Corona-Schnelltests in sogenannten kritischen Bereichen kann laut Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) bald gedeckt werden. Er rechne damit, „dass wir jetzt in Kürze genügend Schnelltests verfügbar haben, um all das tun zu können, was wir in den Prioritäten festgelegt haben“, so Matz im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses.

Höchste Priorität bei der Ausstattung mit den Tests haben demnach die stationäre Pflege und die Obdachlosenhilfe, in weiteren Abstufungen folgen dann unter anderem Krankenhäuser, ambulante Pflege, Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD), Arztpraxen, Feuerwehr und Polizei.

Von den sechs Millionen Schnelltests, die für 2020 beschafft werden, seien rund 610.000 bereits eingetroffen, sagte Matz. Rund 276.000 seien an die stationäre Pflege und die Obdachlosenhilfe ausgeliefert worden, zudem an die sogenannte Eingliederungshilfe und an den ÖGD.

Manche Kliniken und die Kassenärztliche Vereinigung hätten bereits selbst Kontingente besorgt – es gebe dann eine Mischung aus Belieferungen der Senatsverwaltung und eigenen Bestellungen, sagte Matz. Weitere 6,5 Millionen Schnelltests könnten für die ersten vier Monate 2021 eingekauft werden, so der Politiker.

Insgesamt stellt das Abgeordnetenhaus 71 Millionen Euro für 12,6 Millionen Schnelltests bereit. Der Antigen-Schnelltest liefert den Angaben zufolge ein Ergebnis innerhalb von rund 15 bis 30 Minuten. Die Antigen-Tests gelten allerdings als weniger genau als PCR-Tests. Laut Robert-Koch-Institut muss ein positives Ergebnis im Antigen-Test immer noch einmal durch einen PCR-Test bestätigt werden.