Stadt Potsdam schon wieder offline: Hinweis auf Schadsoftware

Potsdam hatte Ende Dezember wegen eines drohenden Cyberangriffs die Verbindung zum Internet gekappt. Die Stadt wollte die Server wieder hochfahren – erfolglos.

Das Potsdamer Rathaus: Die Stadtverwaltung hat erneut die Verbindung zum Internet gekappt.
Das Potsdamer Rathaus: Die Stadtverwaltung hat erneut die Verbindung zum Internet gekappt.Olaf Döring/imago

Die Stadt Potsdam ist aufgrund von Hinweisen auf eine Schadsoftware wieder offline. Die Stadt habe ihre Server wieder vom Landesverwaltungsnetz Brandenburg getrennt, auch die E-Mail-Kommunikation sei wieder abgeschaltet worden, teilte die Stadt am Dienstagabend mit. Bislang gebe es keine Hinweise, dass Daten von Servern der Landeshauptstadt abgeflossen oder durch die Schadsoftware verschlüsselt worden seien.

Nach Hinweisen von Sicherheitsbehörden auf einen bevorstehenden Cyberangriff hatte die Stadtverwaltung die Verbindung zum Internet am 29. Dezember gekappt. Manche Dienstleistungen für Bürger konnten daher nicht mehr angeboten werden, etwa das Beantragen eines vorläufigen Reisepasses, die An- und Abmeldung von Fahrzeugen und An- sowie Ummeldungen. Vor gut einer Woche wurden zunächst die Mail-Verbindungen wieder aktiviert, ab Dienstagmorgen sollten weitere Verwaltungsdienstleistungen wieder ermöglicht werden.

„Nachdem zum 23. Januar 2023 ein erweiterter Virenscanner aufgeschaltet wurde, wurden am Dienstag eine hohe Anzahl automatisierter Kommunikationsversuche aus dem internen Netz der Landeshauptstadt Potsdam an externe Server nachgewiesen“, hieß es von der Stadt. „Da dies als Hinweis auf Schadsoftware interpretiert werden kann, wurde umgehend das Landeskriminalamt Brandenburg informiert und parallel die Server der Landeshauptstadt wieder vom Landesverwaltungsnetz Brandenburg getrennt.“ Wie lang die neuerlichen Einschränkungen andauern könnten, ist offen. Die bereits wieder aktivierten Dienste wurden erneut heruntergefahren.