Nach Angaben der Berliner Polizei haben am Montagabend etwas mehr als 7000 Demonstranten gegen die Impfpflicht und Corona-Politik in der Hauptstadt protestiert. „Es gab stadtweit diverse nicht angezeigte Versammlungen“, erklärte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Bei den beiden großen angemeldeten Veranstaltungen in Tegel (2000 Teilnehmer) und in Mitte (1500 Teilnehmer) sei es sehr friedlich zugegangen.

Bei einigen nicht angemeldeten Spontanaufzügen schritt die Polizei ein, es kam insgesamt zu 252 Festnahmen und 257 Ordnungswidrigkeiten. Es gab demnach mehrere Verstöße gegen die Maskenpflicht, gegen die Abstandsregeln und auch einige unangemeldete Versammlungen wurden aufgelöst. Größere Ausschreitungen gab es nach Angaben der Polizei aber nicht.

Vermummte greifen Demonstranten in Friedrichshain an

„Wir haben 3280 Teilnehmer bei angemeldeten Veranstaltungen gezählt. Mehr als die Hälfte der Demonstranten beteiligte sich also an nicht angezeigten Spontanaufzügen“, so die Polizeisprecherin. Vor dem Rathaus Lichtenberg versammelten sich laut Polizei 70 Demonstranten, es kam zu 59 Festnahmen. Am Rathaus Schöneberg seien es 400 Teilnehmer gewesen – 56 von ihnen wurden vorläufig festgenommen. Deutlich mehr waren es in Köpenick. Dort protestierten rund 300 Menschen, die Polizei nahm 87 Demonstranten fest. 

Im Ortsteil Karow gingen etwa 140 Anwohner auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. In Friedrichshain zogen rund 50 Demonstranten vom Frankfurter Tor zur Warschauer Straße/Revaler Straße, wo sie von etwa 20 schwarz gekleideten Vermummten angegriffen wurden, so die Polizei. Die mutmaßlichen Linksradikalen schubsten einige Teilnehmer, es kam zu Rangeleien. Als die Polizei eintraf, lösten sich beide Gruppen auf und verteilten sich im Stadtgebiet.