Star-Autor Paul Auster hat nach dem Tod seiner zehn Monate alten Enkelin einen weiteren Schicksalsschlag erlitten. Daniel Auster, der Sohn des US-Schriftstellers, ist am Dienstag im Alter von 44 Jahren gestorben, wie die New York Post berichtet. Auster starb dem Medienbericht zufolge an einer Überdosis Heroin. Ermittler gehen davon aus, dass es sich um eine versehentliche Überdosis handelte, heißt es weiter.

Daniel Auster war erst kurz zuvor auf Kaution auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem er am 15. April wegen Totschlags und fahrlässiger Tötung festgenommen worden war. Der Vorwurf: Er soll seine zehn Monate alte Tochter Ruby im November 2021 fahrlässig getötet haben. Sie starb laut Gerichtsmedizin an den Folgen einer „akuten Vergiftung“ mit Fentanyl und Heroin. Ihr Vater sei dabei gewesen, als Sanitäter einen Notruf aus seinem Haus in Brooklyn erhielten und das Kind bewusstlos und nicht ansprechbar vorfanden. Unklar war zunächst, wie Ruby an den tödlichen Drogencocktail gelangte.

Daniel Auster nahm wohl schon als Teenager Heroin

Daniel Auster hatte sich bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten schuldig bekannt, 3000 Dollar von dem Drogendealer Andre „Angel“ Melendez gestohlen zu haben. Der Dealer wurde 1996 von seinem Mitbewohner, dem New Yorker Partyveranstalter „Club Kid Killer“ Michael Alig, umgebracht. Laut Aussagen von Personen, die mit dem Fall Alig vertraut sind, nahm Auster schon als Teenager Heroin.

Sein Vater Paul Auster gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellern der USA. Internationale Berühmtheit erlangte er unter anderem mit seiner „New-York-Trilogie“ und dem Roman „Leviathan“.