Der Modedesigner Virgil Abloh ist tot. Der 41-Jährige starb am Sonntag an den Folgen seiner Krebserkrankung, wie sein Arbeitgeber Louis Vuitton auf Twitter mitteilte. 

Bernard Arnault, Geschäftsführer des Mutterkonzerns Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) teilte mit: „Wir sind alle schockiert über diese schreckliche Nachricht. Virgil war nicht nur ein genialer Designer und Visionär, sondern auch ein Mann mit einer wunderschönen Seele und großer Weisheit.“

Auch auf Ablohs Instagram-Profil wurde sein Tod bestätigt: „Über zwei Jahre lang kämpfte Virgil tapfer gegen eine seltene, aggressive Krebsform, das kardiale Angiosarkom. Er entschied sich, seinen Kampf seit seiner Diagnose im Jahr 2019 privat zu ertragen und unterzog sich zahlreichen herausfordernden Behandlungen, während er mehrere bedeutende Institutionen leitete, die Mode, Kunst und Kultur umfassen“, heißt es dort.

Von 2018 bis zu seinem Tod war Abloh künstlerischer Leiter der Herrenkollektion von Louis Vuitton. Zudem war er Chief Executive Officer des Mailänder Labels Off-White, ein Modehaus, das 2013 aus dem ein Jahr zuvor von Abloh gegründeten Projekt „Pyrex Vision“ hervorging.

In der Rückschau wirkt das im Januar 2021 präsentierte Video zu seiner Louis Vuitton-Kollektion H/W 2021 wie ein poetisches Vermächtnis des „Karl Lagerfeld für Millennials“ (New York Times). Darin wandert ein Mann mit einem silbernen Koffer, der an sein Handgelenk gekettet ist, durch eine Gebirgslandschaft aus Schnee und Eis. Um dann in einer Art himmlischem Flughafen anzukommen, einem Mies-van-der-Rohe-Elysium mit unzähligen querenden Model-Passanten. Als wollte Abloh sagen: Wir sind alle auf der Reise, allein in unwirtlichem Gebiet oder in der wuseligen Welt des modernen Luxus. Aber unsere Kreativität begleitet uns, und sie ist kostbar.