Drei US-Amerikaner und eine Italienerin sind zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgebrochen. Die US-Astronauten Kjell Lindgren, Bob Hines und Jessica Watkins sowie Samantha Cristoforetti, Astronautin der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa), starteten am Mittwoch mithilfe einer „Falcon 9“-Rakete an Bord einer „Crew Dragon“-Kapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Die sogenannte Crew-4 soll die derzeit an Bord der ISS stationierte Crew-3 ablösen, darunter den deutschen Astronauten Matthias Maurer.

An der ISS andocken sollen die Astronauten in der Nacht zum Donnerstag, die Luke zur Weltraumstation wird voraussichtlich zwei Stunden später geöffnet. Danach können Crew-3 und Crew-4 mehrere Tage gemeinsam verbringen: Die Übergabe in der ISS soll nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa rund fünf Tage lang dauern, bevor Maurer und sein Team in ihrer Kapsel abdocken und zur Erde zurückreisen können.

Maurer war im November 2021 als Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) für ein halbes Jahr zur ISS gestartet. Im Weltraum betreute der 52-Jährige unter anderem materialwissenschaftliche und medizinische Forschung. Zuletzt absolvierte er einen über sechsstündigen kräftezehrenden Außeneinsatz im All.