Die Carlebach-Synagoge in Lübeck.

dpa/Christian Charisius

OberweselNur rund acht Prozent der in Deutschland lebenden Menschen üben der Statistik „Religionszugehörigkeiten 2019“ zufolge ihren Glauben regelmäßig aus. Veröffentlicht wurde diese von der „Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland“, einem Projekt der Giordano-Bruno-Stiftung. Hierfür hat sie Daten von verschiedenen Religionsgruppen und anderen Erhebungen ausgewertet, etwa von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Als „praktizierende Gläubige“ wurden dabei jene Menschen definiert, die regelmäßig, das heißt aus Sicht der Stiftung mindestens einmal im Monat, an Gottesdiensten wie christlichen Messen oder dem muslimischen Freitagsgebet teilnehmen. Demnach bleiben mehr als 92 Prozent solchen religiösen Veranstaltungen regelmäßig fern. Den als „konfessionsfrei“ geltenden Bevölkerungsanteil gibt die Stiftung mit knapp 39 Prozent an. Zu dieser Gruppe zählt sie beispielsweise auch Musliminnen und Muslime, die sich selbst als nicht religiös sehen und nicht beten oder an entsprechenden Veranstaltungen teilnehmen.

Die Giordano-Bruno-Stiftung versteht sich als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“ und sieht es als ihr Ziel an, „eine tragfähige humanistische, rationale und evidenzbasierte Alternative zu den traditionellen Religionen zu entwickeln und ihr gesellschaftlich zum Durchbruch zu verhelfen“.