Wiesbaden - Das Statistische Bundesamt hat am Montag mit den Befragungen zum Mikrozensus 2022 begonnen. Wegen der Corona-Pandemie werden Teilnehmer erneut überwiegend per Telefon, online oder Papierfragebogen befragt, wie die Behörde mitteilte. Persönliche Interviews soll es nur in Ausnahmefällen geben.

Bis Dezember werden rund 810.000 Menschen in etwa 370.000 Haushalten nach einem Zufallsverfahren ausgewählt und befragt. Damit wird ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland abgedeckt. Die Befragten sollen Auskunft geben zu Themen wie Schule und Studium, Aus- und Weiterbildung, Einkommen und Lebensbedingungen, Kinderbetreuung, Internetnutzung und Wohnsituation. Letztere soll in diesem Jahr ein Schwerpunkt sein.

Wer für den Mikrozensus ausgewählt wurde, ist zur Auskunft gesetzlich verpflichtet. Die Ergebnisse liefern laut Statistischem Bundesamt Öffentlichkeit und Politik jedes Jahr wichtige Informationen über die Bevölkerungsstruktur. Daneben findet in diesem Jahr auch die große Volkszählung statt. Diese wird alle zehn Jahre erhoben. Dabei werden zehn Prozent der Bevölkerung befragt.