BerlinWegen eines Streits zwischen zwei Männern musste die Polizei in Steglitz am Montagabend insgesamt dreimal ausrücken. Demnach kam es zwischen dem 33-jährigen Mieter einer Wohnung und einem 28-jährigen Mann, der dessen Nachbarin - seine ehemalige Frau - besucht hatte, vor dem Haus zu einem Streit. Letzterer soll zunächst den Mieter antisemitisch beleidigt und sich dann vom Ort des Geschehens entfernt haben. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Beleidigung auf, wie ein Sprecher der Berliner Zeitung sagte.

Später soll der betrunkene Tatverdächtige zurückgekehrt sein, worauf ihm die in der Zwischenzeit herbeigerufenen Einsatzkräfte nach einer Atemalkoholmessung einen Platzverweis erteilten. Diesem kam der 28-Jährige den Angaben zufolge jedoch nicht nach, sondern attackierte den 33-Jährigen kurze Zeit später mit einem langen Messer. Dieser wehrte sich mit einem Pfefferspray, worauf der Angreifer flüchtete, hieß es.

Erneut zum Tatort gerufene Beamte nahmen den um sich schlagenden und tretenden Mann fest und fesselten ihn. Er kam vorübergehend in Polizeigewahrsam und muss sich nun wegen des Verdachts der antisemitischen Beleidigung, gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf die Einsatzkräfte verantworten.