Berlin - Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat sich erleichtert über den „guten Start“ der Impfungen gegen das Coronavirus in der Hauptstadt gezeigt. Drei hochbetagte Frauen eines Pflegeheims in Berlin-Steglitz bekamen am Sonntagmorgen die ersten Spritzen. Es sei das Signal, dass es für das Impfen nie zu spät sei, sagte die Senatorin vor Ort. Gerade bei älteren Menschen könnten durch Impfungen schwere Krankheitsfälle und viel Leid vermieden werden.

Als Erste erhielt die 101-jährige Gertrud Haase in der Pflegeeinrichtung Agaplesion Bethanien die Impfung. Kalayci sagte dazu auf dem Twitteraccount der Senatsverwaltung für Gesundheit: „Ich bin sehr erleichtert, dass das Impfen in den Pflegeheimen einen guten Start hatte.“

Die SPD-Politikerin appellierte an die Hausärzte, ihre Patienten in den Pflegeheimen gut auf das Impfen vorzubereiten und sie zu begleiten. Das mobile Impfteam, das zum ersten Mal im Einsatz war, habe „super funktioniert“, so Kalayci. Für den Impfstart hat Berlin nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zunächst 9750 Impfdosen erhalten. Zuerst sind die Bewohner der Pflegeheime an der Reihe, die als besonders gefährdete Gruppe gelten.

Als erstes von sechs Impfzentren wurde das in der Arena-Halle in Berlin-Treptow am Sonntagnachmittag eröffnet. Dort bekommen Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger und Pfleger in Heimen die Spritze gegen das gefährliche Virus. Schon vor der Eröffnung um 14 Uhr hatten sich Dutzende in eine Schlange mit Abstand eingereiht, um geimpft zu werden.

Dort, wo vor der Pandemie Konzerte über die Bühne gingen, wurden 80 Kabinen für das Impfen eingerichtet. Es ist das größte der sechs Berliner Impfzentren.

Bis zum 30. Dezember sollen täglich 90 Ärzte in den mobilen Impfteams sowie in der Arena arbeiten. Wann die übrigen fünf Impfzentren starten, stand noch nicht fest.