Überall steigen die Lebensmittelpreise drastisch an – so auch in Deutschland. Experten befürchten nun auch Unruhen. Der Kreditversicherer Allianz Trade stuft vor allem Länder in Afrika, Asien und dem nahen Osten als gefährdet ein, wie der Focus berichtet. Die Unruhen könnten dann sogar zum Sturz von Regierungen führen.

Unruhen: Auch Rumänien und Kasachstan gefährdet

Elf Länder, die Nettoimporteure von Lebensmitteln sind oder auf Importe knapp gewordener Lebensmittel wie Getreide angewiesen sind, seien besonders gefährdet, schreibt der Kreditversicherer Allianz Trade in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Die Länder seien Algerien, Tunesien, Bosnien-Herzegowina, Ägypten, Jordanien, der Libanon, Nigeria, Pakistan, die Philippinen, die Türkei und Sri Lanka.

In Ländern wie Rumänien, Bahrain oder Kasachstan besteht ein geringeres Risiko. Der Versicherer stuft auch Saudi-Arabien und China als gefährdet ein, allerdings sei das Risiko dort noch etwas geringer, da die beiden Länder über solidere Finanzen verfügen.

Die aktuelle Situation erinnert die Experten an den arabischen Frühling. Auch vor den damaligen Massenprotesten in mehreren arabischen Ländern seien die Lebensmittelpreise um 50 Prozent gestiegen. Heute liege der Weizenpreis sogar schon über dem Niveau von 2012.