Berlin - Sieben Monate nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres: Dann endet die Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung bei Steuerpflichtigen in der Regel. Das heißt: Die Einkommensteuererklärung 2019 hätte bis zum 31. Juli 2020 abgegeben sein müssen. „Wurde die Frist nicht eingehalten und auch nicht rückwirkend verlängert, kommt es zur Festsetzung eines sogenannten Verspätungszuschlages“, sagt Erich Nöll, Geschäftsführer beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) in Berlin.

Der Verspätungszuschlag beträgt grundsätzlich 0,25 Prozent der noch zu zahlenden Steuer für jeden Verspätungsmonat. Es gibt aber einen Mindestbetrag von 25 Euro pro Monat, sofern sich noch eine Steuerzahlung an das Finanzamt ergibt. Beträgt die Steuernachzahlung beispielsweise 1000 Euro und wird die Steuererklärung 10 Monate zu spät eingereicht, wird ein Verspätungszuschlag von 250 Euro fällig.