Das Wohnen in Berlin wird immer teurer, die Vermieter machen Gewinn, internationale Investoren kaufen Häuser und wollen das große Geld machen. Die Finanzverwaltung des Berliner Senats untersucht jetzt, ob Vermieter für hohe Mietgewinne bald Steuern zahlen müssen. Der RBB zitiert aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Das Dokument ist noch nicht veröffentlicht. Finanzstaatssekretärin Barbro Dreher (Grüne) kündigt in der Antwort eine „Gesamtbewertung“ an, ob eine solche Abgabe angemessen ist, beziehungsweise welche Folgen und „Ausweichreaktionen“ zu erwarten wären. In den 1920er-Jahren gab es so eine Hauszinssteuer in Berlin schon.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat laut RBB bereits ein Konzept entworfen, das an diese Hauszinsteuer angelehnt ist. Darin wird eine sogenannte progressive Mietensteuer skizziert. Sie würde fällig bei allen Nettokaltmieten, die über 110 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Nettokaltmieten oberhalb dieser 110 Prozent könnten mit 10 bis 30 Prozent besteuert werden. „Das DIW sieht den Vorteil dieser Abgabe darin, dass sie nur die Gewinne von Immobilienbesitzern abschöpfen würde, die hohe und sehr hohe Mieten verlangen“, schreibt der Sender.